Über mich

Meine Geschichte und Ausbildungen

Wie Alles begann

Verdammt, nur noch eine Woche! Dann war es so weit: Die schlimmste aller denkbaren Prüfungen stand an. Mündliches Abitur. Musik! Man könnte einwenden: Es gibt doch Schlimmeres! Theoretische Physik zum Beispiel. Oder Französisch. Aber Musik?

Nun ja, für mich war es ziemlich schlimm. Und zwar weil mein Hörvermögen mich im Laufe der letzten Wochen immer mehr im Stich ließ. In der besagten Woche vorher war es so, als ob Leute mir nur noch durch einen Wattebausch ins Ohr flüsterten. Nicht die besten Startbedingungen für eine Musik-Prüfung, richtig?

Eine Lösung musste her!

Ich hatte nun wirklich genug. Das Problem hatte ich schließlich nicht zum ersten Mal. Schon seitdem ich mich erinnern kann, hörte ich auf dem Ohr der rechten Seite weniger. Allerdings war das Hören extrem wechselhaft. Manchmal war es okay, manchmal hörte es sich so an, als würden Menschen zu mir wie durch Wasser sprechen.

Und es machte sich nicht nur in “Extremsituationen” wie in Musikprüfungen bemerkbar. Ich hatte deswegen immer wieder kleinere Herausforderungen zu bewältigen. Mal in der Schule, mal in der Freizeit.

Ständig musste ich nachfragen oder verstand nur die Hälfte, wenn ich mit Freunden im Bus oder draußen war. Ich kam mir dabei ziemlich doof vor. Und litt zusätzlich unter so witzigen Spitznamen wie “Herr Häh”. Dazu kam: Ich musste mich oft ganz schön konzentrieren, was natürlich anstrengend war.

Auf und Ab

Mein eingeschränktes Hörvermögen hatte aber nicht nur Nachteile. Denn durch die notwendige Konzentration hatte ich auch viel Fokus, sodass ich mich immer zweihunderprozentig auf Dinge wie Prüfungen vorbereitete.

Ach ja, und ich konnte super einschlafen, egal wie laut es um mich war. Zur Not legte ich mich einfach auf die linke Seite.

Unterm Strich ist es aber doch so: Leider überwogen die Vorteile nicht die Nachteile. Denn auch Schmerzen und ein Tinnitus kamen irgendwann noch dazu. Dies machte mir zusätzlich Sorge, da ich dadurch das Gefühl hatte, zu erkranken.

Zahlreiche Untersuchungen

Natürlich ließ ich auch das Ohr untersuchen. Es stellte sich heraus, dass das Problem vermutlich im Innenohr liegen würde, da von Außen nichts zu sehen sei, eine Ursache oder Erklärung wurde allerdings nicht gefunden.

Auch durch verschieden Therapien, sei es aus der Human-Medizin, Naturheilkunde oder der Homöopathie, tat sich wenig bis nichts an dem Zustand. Verständlicherweise frustrierte mich das.

Durch die Empfehlung meines Onkels ging ich daher zu einem auf Akupunktur spezialisierten Heilpraktiker. Für mich war dies so etwas wie der letzte Strohhalm, an dieser Situation etwas zu ändern.

Was hatte ich denn schon zu verlieren?

Entsprechend hoch waren meine Erwartungen – aber natürlich auch meine Nervosität. Ich hatte bis dahin noch nie etwas über Akupunktur oder Kräuterrezepturen gehört, war aber bereit, mich der Situation anzuvertrauen und dachte mir allzu viel können so ein paar Nadeln und eine uralte Heilmethode an meinem Ohr nicht ausrichten.

Während der ersten Akupunktur testete ich mein eingeschränktes Ohr, indem ich das andere Ohr verschloss und mich mit dem Heilpraktiker über die Akupunktur unterhielt. Es war magisch. Ich konnte annähernd ausgeglichen hören. Und das mit Akupunkturnadeln im Arm. Anschließend war ich wirklich sprachlos.

Zusätzlich bekam ich eine Kräuterrezeptur für die tägliche Einnahme verschrieben. Auch von deren Wirkung war ich hellauf begeistert – vom Geschmack leider weniger.

Beide Methoden hinterließen einen bleibenden Eindruck. Ich war zwar mit der Homöopathie groß geworden – mein Vater war Heilpraktiker mit dem Schwerpunkt Homöopathie – aber wirklich helfen konnte mir anscheinend nur die chinesische Medizin. “Das will ich auch können”, war daher nur ein konsequenter Gedanke.

Erste Schritte in diese Richtung

Nach dem Abitur (inklusive bestandener Musik-Prüfung übrigens!) hätte ich am liebsten direkt die Heilpraktiker-Ausbildung gemacht. Dies ging leider erst mit 25, also vertrieb ich mir die restliche Zeit mit ein paar Semestern Sinologie-Studium, also mit chinesischer Sprache und Kultur, um mir so einen tiefen Zugang zu der chinesischen Medizin zu ermöglichen.

Danach folgte die Ausbildung zum Heilpraktiker, parallel mit einer Ausbildung in chinesischer Medizin, Akupunktur und Kräuterheilkunde.

Die Zeit war anstrengend, es waren schließlich zwei Ausbildungen gleichzeitig. Natürlich habe ich aber auch unglaublich viel gelernt und experimentiert.

Und das Ohr?

Die Akupunktur und die chinesischen Kräuter hatten zwar geholfen, aber zu meiner Frustration war der Effekt nicht ganz nachhaltig. Insgesamt hatte sich das Hören zwar verbessert, aber es gab trotzdem Zeiten, in denen ich immer noch merklich beeinträchtigt war.

Dies weckte meinen Forscherdrang.

Die richtige Methode hatte ich anscheinend schon gefunden, fehlte nur noch die richtige Kräuterrezeptur oder die richtigen Akupunkturpunkte.

Eigene Schritte

Während der Ausbildung probierte ich viele der Kräuter an mir selbst aus, ebenso die Akupunktur. Und ich kann nach dieser Zeit sagen:

Die chinesische Medizin wirkt!

Entscheidend ist dabei die richtige Diagnose und darauf aufbauend die richtige Wahl von gezielten Akupunkturpunkten und Kräutern.

Natürlich gab es dabei auch Fehltritte oder Rückschläge.

Manche Rezepturen, die zwar nach dem Lehrbuch das Hörvermögen steigern sollten, hatten bei mir genau den gegenteiligen Effekt. Leider zusätzlich noch in Verbindung mit starkem Schwindel und Übelkeit. Das dämpfte für einen Moment meinen Enthusiasmus, konnte ihn aber nicht gänzlich zum Versiegen bringen.

Um einige wichtige Erfahrungen reicher absolvierte ich meine Prüfungen (Heilpraktiker und chinesische Medizin) und hospitierte bei zwei Kollegen.

Nebenbei: Die Heilpraktiker-Prüfung war im Verhältnis zur Musik-Prüfung damals unglaublich stressfrei für mein Ohr. Das motivierte mich, mich noch intensiver mit der chinesischen Medizin zu beschäftigen.

Gegenwart und Zukunft

Nach einer Praxiszeit in Dortmund hospitierte ich in der Praxis von Dr. Wang Ju-Yi in Peking, China. Dieser über achtzig Jahre zählende Arzt beeindruckte mich sehr.

Nach annähernd fünfzig Jahren klinischer Erfahrung vermittelte er sein Wissen über die Leitbahnpalpation – eine Diagnosemethode der chinesischen Medizin – an junge Therapeuten.

Zurückgekehrt aus China folgte die Praxisgründung in Witten und die Arbeit als Dozent für das Infektionsschutzgesetz und für chinesische Medizin, welche mich schon seit gut zehn Jahren begleitete. Ich liebe es, mich ständig weiterzubilden und besser zu werden. Und ich mag es, neue Menschen kennenzulernen und herauszufinden, wie ich ihnen mit der chinesischen Medizin helfen kann.

Meine Ausbildungen und beruflichen Kompetenzen

  • Heilpraktiker in eigener Praxis seit 2014
  • Freiberuflicher Dozent – Heilpraktiker, Pflege, Traditionelle Chinesische Medizin
  • 3-jährige Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin an der August-Brodde-Schule (Diplom)
  • 2 1/2-jährige Ausbildung zum Heilpraktiker im Bereich Naturheilverfahren an der Walter-Knäpper-Schule
  • 9 Monate Ausbildung in Chinesischer Kräuterheilkunde bei M. Schönleben und R. Kühne

Mehr Details zu meinen Fortbildungen:

  • Hospitation in den Praxen von C. Tetling und J. Wittkopp
  • Hospitation in der Praxis für Leitbahntherapie und Meridianpalpation bei Prof. Dr. Wang Ju-Yi in Beijing, China
  • Praktikum im Bejing Massage Hospital  in Beijing, China
  • Fachfortbildung Leitbahntherapie und Meridianpalpation bei J. Robertson
  • Fachfortbildung Yangsheng und die Leitbahnen bei J. Robertson und J. Chang
  • Fachfortbildung Leitbahnpalpation und -diagnose bei J. Robertson und J. Chang
  • Fachfortbildung Diagnostik, Behandlungsmethodik und klinische Anwendung – Meridianpalpation nach Wang Ju-Yi bei J. Robertson
  • Enaging Vitality bei Dan Bensky, Rayen Anton, Ferdinand Beck
  • Praktische Schmerztherapie bei Prof. Dr. Ross
  • Blutenlassen von Akupunkturpunkten bei H. Mc Cann
  • Master Tong Akupunktur bei H. Mc Cann
  • Shen/Hammer-Pulsdiagnose bei Sybill Huessen
  • Regelmäßige Teilnahme am TCM Kongress Rothenburg
  • Geprüfter Ausbilder nach AEVO bei der IHK Essen
  • Pflegerische Tätigkeit im Katholischen Klinikum Bochum
  • Vollmitglied der AGTCM – Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.

Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf, wenn Sie mit mir zusammenarbeiten möchten:

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