Eigenbluttherapie beim Heilpraktiker

Eigenbluttherapie durch den Heilpraktiker

Die Eigenbluttherapie ist eine typische naturheilkundliche Anwendung durch den Heilpraktiker. Leider wurde dieses Verfahren durch eine Neuauslegung des Transfusionsgesetzes (TFG) dem Heilpraktiker verboten.

Gegen diese Entscheidung laufen aktuell mehrere Verfahren der Heilpraktikerfachverbände und die abschließende Rechtsprechung ist noch nicht erfolgt. Bis dahin bleibt das Verfahren allerdings zunächst untersagt. Das heißt aber nicht, dass Patienten auf die Wirkung der Eigenblutbehandlung verzichten müssen. Mehr dazu im Folgenden:

Was ist die Eigenbluttherapie beim Heilpraktiker

Bei der Eigenblutbehandlung wird dem Patienten mit einer Spritze Blut entnommen und wieder in den Körper eingebracht. Je nach Art der Therapie wird dabei das Blut in die Haut, den Muskeln oder zurück in die Vene gegeben. Klassisch allerdings in den Muskeln. Typische Erkrankungen, bei denen diese Therapie angewendet wurde, waren Allergien, Infektanfälligkeit oder chronische Beschwerden.

Einige Therapeuten haben, im Rahmen der Eigenbluttherapie dem entnommenen Blut, noch ein homöopathisches Mittel beigesetzt, um die Wirkung der Behandlung zu intensivieren.

Die Eigenblutbehandlung wird meist mit einer Spritze durchgeführt.

Verbot der Eigenblutbehandlung durch den Heilpraktiker

In dieser Art wurde die Eigenblutbehandlung bis zur Neuauslegung des TFG im Jahr 2017 durch die Arbeitsgruppe AATB (Arbeitsgruppe Arzneimittel-, Apotheken-, Transfusions- und Betäubungsmittelwesen) durchgeführt. Die AG kam zu dem Entschluss, dass die Herstellung von Eigenblutprodukten unter den Arztvorbehalt fällt. Dadurch darf der Heilpraktiker diese Behandlung nicht mehr anwenden.

Alternative zur Eigenblutbehandlung durch den Heilpraktiker

Bis eine rechtliche Klärung abgeschlossen ist, können noch Jahre vergehen, in den bis diese oft wirksame Behandlung in dieser Form wieder durch den Heilpraktiker angewendet werden darf. Es gibt allerdings eine Alternative, welche angewendet werden darf.

Diesbezüglich ist es wichtig, kurz zu betrachten, wie genau die Eigenblutbehandlung wirkt: Das entnommene Blut wird wieder zurück ins Gewebe gespritzt. Damit wird Blut ins Gewebe eingebracht und provoziert hier eine Reaktion des Immunsystems. Letztendlich ein ähnlicher Vorgang wie ein blauer Fleck.

Mit diesem Mechanismus vor Augen ergibt sich eine alternative Behandlung aus der Naturheilkunde, die Rede ist vom Schröpfen. Diese Behandlung bringt entsprechend der Eigenbluttherapie das Blut in genau das gleiche Gewebe des Körpers.

Beim trockenen Schröpfen wird über bestimmten Körperarealen durch ein Schröpfglas ein Unterdruck auf das Gewebe gegeben, wodurch meist ein blauer Fleck entsteht. Anders ausgedrückt es wird auch hier Reiz gesetzt und eine Reaktion des Immunsystems gefördert. Daher bietet es sich an, anstelle der verbotenen Eigenblutbehandlung das erlaubte Schröpfen anzuwenden. In dieser Form wird das Schröpfen schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Medizin angewendet.

Das trockene Schröpfen ist eine wunderbare Alternative zur Eigenblutbehandlung.