Heiltees – Die Hausapotheke der Chinesen

Was sind Heiltees

Die Kräuterheilkunde hat eine lange Tradition in China und war stets einen Bereich, welcher studierten Ärzten vorbehalten war. Die Verbindung zwischen dem Arzt und die Gabe von Kräutern ist kulturell so tief verwurzelt, dass selbst das chinesische Schriftzeichen für Ärzte 醫(chin. yī) ein Piktogram mit einem Gefäß für Medizin 酉(chin. yǒu) beinhaltet.

Neben den Gelehrten-Ärzten gab darüber hinaus immer auch Heilkundige, Schamanen, sowie Kräuterkundige, welche dem Volk mit Rat und Tat bei Erkrankungen zur Seite standen. Häufig verwendeten diese Nichtgelehrten einfache Tees mit Pflanzen, welche im alltäglichen Leben zur Verfügung standen.

Meist wurde aus diesen Pflanzen mit Wasser ein Tee gekocht und nicht wie es bei den umfangreichen Kräuterrezepturen sonst übliche war ein Dekokt. Es ist daher nicht Verwunderlich, dass diese sogenannten Heiltees häufig Grüntee enthalten. Grüntee selbst hat schon eine medizinische Wirkung und in Verbindung mit anderen Gewürzen oder Pflanzen sind die Anwendungsmöglichkeiten zahlreich.

Wo die Gelehrten-Ärzte die umfangreichen Diagnoseverfahren der chinesischen Medizin nutzten, um eine genaue Verschreibung von Arzneien zu ermöglichen, war die Herangehensweise der Heilkundigen ebenfalls einfacher. Die in der Volksmedizin bewanderten Weisen verwendeten Tees nach der Erkrankung und den Symptomen. Dies bildet einen Grundstein in der Hausapotheke der Volksmedizin in China.

Wie werden Heiltees hergestellt

Wenn nicht anderes angegeben werden die Zutaten eines Heiltees zerkleinert mit kochendem Wasser übergossen und für 5-10 Minuten ziehen gelassen. Anschließend kann der Tee bei einer angenehmen Trinktemperatur eingenommen werden. Die angegebene Menge an Kräuter/Arzneien ist dabei meist eine Tagesdosis. Wie aufwendig im Gegensatz dazu die Herstellung eines Dokokts sein kann beschreibe ich im Blog Chinesische Kräuterheilkunde.

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